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Team Dr. Herter


In den frühen 80-er Jahren hatte Psychotherapie, psychologische Betreuung und -Unterstützung, alles was rund um Psy war, bei der Menge der Bevölkerung einen äußerst zweifelhaften Ruf. Sicherlich war man mehr oder weniger bereit, bei entsprechendem Leidensdruck psychotherapeutische Unterstützung in Kliniken zu akzeptieren; aber der freie Markt von niedergelassenen Psychotherapeuten war mit sehr viel Skepsis und Argwohn belegt. Eine Rückschau in das Kino von gestern zeigt aber auch, wie sehr sich dieses Bild im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert hat.

Wenn man so den Klassiker der amerikanischen Comedy à la Rock Hudson und Doris Day verfolgt, so darf in den 50-ern und 60-ern der gestresste Geschäftsmann, der sich bei seinem Psychotherapeuten ausweint, auf keinen Fall fehlen. Auch in der Sendereihe „Bezaubernde Jeannie" wurde mit Dr. Bellows die Psychotherapie karikiert und hochgenommen. Dieses änderte sich dann später in den USA u. a. durch Dustin Hoffmanns schauspielerische Leistung als „Rain-Man" und erhielt dann gegen Ende der 80-er Jahre mit Barbara Streisands „Herr der Gezeiten" eine völlig neue Akzeptanz.

In Deutschland waren die cineastischen Auseinandersetzungen mit Psychotherapien doch eher Zeit verschoben. In einer guten Klamotte wie in den Hansi-Kraus-Filmen „dem Lümmel ..." u. ä. durfte auch niemals der Psychotherapeut fehlen, der hier karikiert wurde. Aber im richtigen Leben bekam er zunehmend mehr Bedeutung und Akzeptanz.

Dieser Herausforderung haben wir uns in den frühen 80-er Jahren gestellt, um eine Praxis, die keine Anbindung an Organisationen oder Klinik hat, markttechnisch zu positionieren. Es war die Zeit, in der die Logos als Sympathieträger für Weltmeisterschaften und viele Produkte eingesetzt wurden, fernab von Internet und mobilen Kommunikationssystemen. Auch PCs galten noch als Visionen und den oberen Zehntausend vorbehalten.

Unsere Marketingstrategie war es, Menschen quasi durch die Hintertür zu uns zu „locken", um seriös mit ihnen arbeiten zu können. Dabei kam es uns zugute, dass einerseits die Wirtschaft in Deutschland boomte und man auch bereit war, für Luxus Geld auszugeben, zum anderen aber individuelle Mobilität einen Stellenwert in der Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland hatte, den selbst wir zu Beginn unserer Überlegungen nicht vermutet hatten. Darüber hinaus verschärften sich einerseits aufgrund der Zunahme der Verkehrsauffälligkeiten die Kontrollen um Alkohol im Straßenverkehr und andererseits wurden die Hürden für die Neuerteilung einer Fahrerlaubnis - z. B. nach Verlust durch Trunkenheit - immer höher angesetzt.

Man bedenke, dass die Grenze von 0,3 o/oo im Straßenverkehr bereits zur individuellen Fahruntauglichkeit führen kann. Das bedeutet auch den Führerscheinentzug für ein Jahr und mehr nebst einem Monatsgehalt als gerichtliche Sanktion, verbunden mit sämtlichen Unannehmlichkeiten und Begleitkosten. Es war die Zeit, in der ein durchschnittlicher Mann etwa das 1 1/2-fache bis 2-fache für Pflege- und Wartungsmittel für sein Auto bezahlte als für seine eigene Körperhygiene. Es war die Zeit, als 1 1 Salatöl ein 20-stel bis ein 50-stel von dem ausmachte, was 1 1 Motorenöl kostete.

Wir haben uns damals auf die Fahnen geschrieben, Menschen auf uns aufmerksam zu machen, die ihrer Fahrerlaubnis nach Verlust durch Trunkenheit einen hohen Stellenwert beimaßen und dafür auch bereit waren, adäquat für Dienstleistungen zu bezahlen, die für eine rasche und sichere Neuerteilung der Fahrerlaubnis führten. Als damals völlig unbekannte Newcomer wollten wir uns einerseits mit leichter Identifizierung im Markt positionieren, andererseits aber auch eine eigene Aussage treffen. Zum damaligen Zeitpunkt wurden Organisationen wie die Anonymen Alkoholiker, das Blaue Kreuz sowie der Kreuzbund und die Caritas von Alkoholerkrankten schon sehr gerne und gut angenommen. Menschen ohne Krankheitseinsicht fühlten sich hier aber völlig falsch.

Obwohl nur eine unter mehreren Organisationen stellten wir damals fest, dass das Blaue Kreuz einen der höchsten Bekanntheits- und Akzeptanzgrade hatte, so dass für uns in der Namenfindung das Wort blau wichtig erschien. Sich in der Nähe im Telefonbuch zu positionieren, erschien uns als logisch und marketingstrategisch sinnvoll. Wir gingen von der Hypothese aus, dass Menschen, wenn sie ihre MPU - also Medizinisch Psychologische Untersuchung - die damals nur beim TÜV möglich war (heute gibt es auch andere Organisationen) - negativ absolviert hatten, den Hinweis bekamen, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, mit recht hoher Wahrscheinlichkeit auch unter Blaues Kreuz nachschlagen würden.

Somit war Blaues K am besten Kr quasi als Thema Programm.

Begleitend zu dieser Entwicklung mag der Tatbestand sein, dass Krokodile sehr langmütig im Sand oder Matsch liegend abwarten, eher schläfrig wirken im Falle dessen, dass sie ihre Jagd beginnen, aber sehr schnell und konsequent zufassen können. Ihre stärkste Waffe ist das Maul, aber auch der Schwanz - sozusagen von hinten her können sie sich noch einmal verteidigen. Dass derartig gefährliche Reptilien aber als Eltern ihre Nachkommen ganz liebevoll in ihrer Schnauze heranwachsen lassen, indem sie um so vorsichtiger mit ihrem Kau- und Zerkleinerungsapparat umgehen, damit den Nachkommen nichts passiert, hat eine Faszination in uns ausgelöst. Für Fremde gefährlich, für die Kinder der Schutzraum, geduldiges Zuhören, ggf. schnelles Zufassen und für die Brut, sich einzusetzen, um ihre weitere Existenz zu gewährleisten und sie zu großen und starken Mitgliedern der Gemeinschaft und Gesellschaft zu machen, ist das allumfassende Konzept in der Lebensart dieser Tiere.










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